..

 

 


Die Insterburgs mit Werner Fink als Axel Cesar Springer und Regisseur Ulli Schamoni im Berliner Springer-Verlagshochhaus


Quartett im Bett

1968 - 88 Minuten

REGIE: Ulrich Schamoni
DREHBUCH: Ulrich Schamoni
KAMERA: Josef Kaufmann
SCHNITT: Heidi Rente
MUSIK UND LIEDER: Ingo Insterburg
PRODUZENT: Peter Schamoni
VERLEIH: Constantin-Film
mit: Karl Dall, Ingo Insterburg, Jürgen Barz, Peter Ehlebracht, Andrea Rau, Dagmar Lassander, Jacobsisters (Johanna, Rosi, Eva, Hannelore), Rainer Basedow, Dieter Kursawe, Wener Finck u.a.

  Ernst-Lubitsch-Preis der Berliner Filmjournalisten

Pressezitat
AZ 14./15. Dezember 1968, Karsten Peters

"Quartett im Bett" - das ist der blanke Unsinn, purer Nonsens, kompletter, wenn auch köstlicher Schwachsinn - perfekt dargeboten. Schamoni macht sich lustig über Berlin und schaut auf "sein" Berlin. Das liegt in Kreuzberg. Das Arbeiter- und natürlich APO-Viertel ist das Paradies der Boheme 68, der Penner und Poeten, der Maler und Müßiggänger, der Trinker und Talente. Kreuzberg - das Tag- und Nachtasyl der Immerjungen. Und hier, in den herrlichsten Slums der Welt, in der Welt der Kneipen und Pinten, der Gammler-Genies, fand der Regisseur denn auch jenes Quartett, das dem Film mehr als den Titel gab: Ingo Insterburg & Co. Sie sind wahre Weltmeister des Blödelns. Sie kalauern mit Pfiff, Witz, Charme und Präzision, nonchalant, kaltschnäuzig, dreist, frivol - und doch mit einem Rest von Vorstadtromantik. Profis mit Naivität. Als Kontrast dazu setzt Schamoni die Jacob-Sisters aus Sachsen. Hier das etablierte, routinierte Show-Geschäft, dort die unverbildeten, unverblümten Pop-Barden aus Kreuzberg.
Die spielerische Sicherheit dieser Gammler-Symphonie, die Improvisierkunst, der unkonventionelle Rythmus (Schnitt: Heidi Genée), die exakte Realitätsbeobachtung, der wie absichtslos pointierte Dialog - das alles macht "Quartett im Bett" zu einer Farce mit Niveau.
Fazit: Unter dem Pop-Himmel von Berlin.

zurück zu Übersicht