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Münsteraner Saufkumpanen in "Alle Jahre wieder"


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Alle Jahre wieder

1966 - 83 Minuten

REGIE: Ulrich Schamoni
DREHBUCH: Ulrich Schamoni / Michael Lentz
KAMERA: Wolfgang Treu
PRODUZENT: Peter Schamoni
VERLEIH: Constantin-Film
mit: Ulla Jacobsson, Sabine Sinjen, Hans-Dieter Schwarze, Johannes Schaaf, Hans Posegga, Werner Schmier u.a.

  Silbener Bär und Kritikerpreis Berlinale 1967
Deutscher Filmpreis 1967 für Darsteller, Regie und Produktion
Prädikat: besonders wertvoll

Pressezitat
DER SPIEGEL, Nr. 29/196

Ulrich Schamoni, der mit "Es" die jungdeutsche Filmära eröffnet hatte, fertigte seinen Zweitling nach dem Skript des Kinokritikers Michael Lentz; das Werk will "weder Anklage erheben noch Schuldige suchen", sondern "heiter und unterhaltsam" sein.
Schamonis Held, der Werbetexter Lücke (Hans-Dieter Schwarze), kommt, wie alle Jahre wieder, zur Weihnachtszeit nach Münster, um mit Frau (Ulla Jacobsson) und Kindern das Fest zu besingen. Die Liebe feiert er dann mit einem "Schnuddelbömbschen" (Sabine Sinjen) im Hotel, denn Lücke lebt getrennt vom Ehebett.
Die müde alte Ehe, in "Es" war es eine junge wilde, ist allerdings nur das Fallreep ins Münstersche Provinzdasein - bei Christmette und Tanzstunde, in Museum und Bierkneipe werden die Westfalen quasi-dokumentarisch abgefilmt. Hochwürden predigte original für Schamoni, und die Doornkaat-Brüder tranken wirklich, um betrunken zu werden. Sie sind jetzt bessere Herren um die 40, aber alles, was sie "noch lieben, ist eine Kneipe mit Nachtkonzession".
Für Schamoni und den Drehbuchautor Lentz ist das Münster-Lichtspiel eine Art Heimatfilm - beide wuchsen in der Bischofsstadt heran. Und "Westfale sein" erklärt Lentz westfälischen Wackersinn, "heißt Margarine um ihrer selbst willen essen".

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