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Film "Wer ist das Monster
- Du oder ich?"

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NIKI DE SAINT PHALLE
Wer ist das Monster - Du oder ich?
1994 - 93 Minuten
REGIE: Peter Schamoni
DREHBUCH: Peter Schamoni
KAMERA: Mike Barlett / Rodger Hinrichs / Ernst Hirsch / Bernard
Zitzermann / Francois de Menil / Peter Whithead u.a.
MUSIK: Chopin / Satie / Stravinsky / Binzer / Glass / Moondog FILMAUSSCHNITTE:
"Daddy" - "Niki" - "Une Reve plus long
que le Nuit" - "Drei Nanas für Hannover"
PRODUKTION: Peter Schamoni
VERLEIH: MFA
mit: Niki de Saint Phalle, Jean Tinguely, Bernhard Luginbühl,
Laura Condominas
Nikis deutsche Stimme: Andrea Jonasson
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Bayerischer Filmpreis:
Dokumentarfilmpreis 1995
Deutscher Filmpreis-Nominierung 1996
Prädikat: besonders wertvoll |
Pressezitat
AZ-München, Ponkie, 31. Januar 1996
Peter Schamoni hat die Metamorphosen im Lebenswerk
der amerikanisch-französischen Bildhauerin Niki de Saint Phalle
eng verbunden mit der Arbeit des Schweizer Kinetikkünstlers
Jean Tinguely wie ein Wanderer durch das kreative Unterbewußtsein
begleitet.
Alles ist Gefühl, Instinkt, Assoziation, Aufstand der Sinne
(und des Verstandes) gegen Konvention und Tradition. Schamoni folgt
den Selbstinszenierungen der jungen und älteren Niki de Saint
Phalle (Deutsche Stimme: Andrea Jonasson), die ihre Rebellenwut
und ihre anarchische Sprengkraft gegen das patriarchalische Lebensprinzip
in künstlerischen Ausdruck umsetzt. Der Signalsatz: "anstatt
Terrorist zu werden, wurde ich Terrorist der Kunst" knallt
förmlich aus den frühen Schießbild-Happenings der
Sechziger heraus, als die Farben wie Blut aus den Schußlöchern
spritzten.
Die Verwandlungen dieser dramatischen Vernichtungsmetaphern und
der Zornvisionen (etwa beim Anti-Atom-Happening 1962 in der Wüste
Nevada) in den weichen Urmutterkult der dicken bunten Nanas, die
sie in Stockholm, Jerusalem, Knocke le Zoute und Paris als riesige
Architekturplastiken zum spektakulären Blickfang stilisierte,
stülpen alle inneren Entwicklungen nach außen: Von der
Haßraserei zur gelassenen Selbstbefreiung, zu Unabhängigkeit
und Freude ohne Rollenzwang. Ausschnitte aus ihren eigenen Experimentalfilmen
"Daddy" und "Ein Traum - länger als die Nacht"
machen diese Vatermord-Grabenkämpfe sichtbar, die in der Liebe
zum Partner Tinguely ausgetragen wurden. Ein Entwicklungslabyrinth
der Kreativität, das im Tarot-Garten in der Toskana seine Krönung
findet.
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