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Brennendes C.D.F.-Bild in Münchner Glaspalast 1930


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CASPAR DAVID FRIEDRICH
Grenzen der Zeit

1986 - 84 Minuten

REGIE: Peter Schamoni
DREHBUCH: Peter Schamoni / Hans A. Neunzig
KAMERA: Gerard Vandenberg
MUSIK: Hans Posegga
SZENENBILD: Alfred Hirschmeier / Defa-Studio Babelsberg
PRODUKTION: Peter Schamoni mit Bayerischem Rundfunk
VERLEIH: Filmverlag der Autoren
mit: Helmut Griem / Sabine Sinjen / Lothar Blumhagen / Hans Quest / Wolfgang Greese / Hans Peter Hallwachs / Udo Samel / Otto Sander / Peter Schamoni / Walter Schmidinger u.a.

  Bayerischer Filmpreis für Bildgestaltung 1986
Deutscher Filmpreis-Nominierung 1987
1. Preis: Art-Filmfestival Montreal 1988
Prädikat: besonders wertvoll

Pressezitat
Süddeutsche Zeitung, 30.10.1986, Bodo Fründt

Der Film Caspar David Friedrich - Grenzen der Zeit von Peter Schamoni zeichnet sich durch große Nähe zum Werk des Malers aus. Das heißt zuallererst, daß es Schamoni und seinem exzellenten Kameramann Gerard Vandenberg gelungen ist, in Filmbildern, die in Gemälde Friedrichs überblenden, die Landschaften kongenial wiederzufinden, neu zu schaffen, die Friedrich einst inspirierten - Pommern - Ostseeküste - Insel Rügen.
Die Stimme von Wolf Redl begleitet diese Aufnahmen, spricht Friedrichs Gedanken für den Zuschauer. Zu sehen ist der Künstler nie vollständig. Als winzige Figur in der Landschaft wendet er zuweilen dem Betrachter den Rücken zu, wie die Menschen in den Bildern Friedrichs. Dafür geben in Spielszenen Helmut Griem als Freund Carl Gustav Carus oder Sabine Sinjen als Ehefrau Caroline, Hans Peter Hallwachs als russischer Dichter Schukowski oder Walter Schmidinger als Kunstkritiker von Ramdohr die Diskussionen wieder, die Friedrichs Arbeiten auslösten. Der politische Aspekt, der deutsch-patriotische Impetus Friedrichs Denkens ist in der Figur des Ernst Moritz Arndt (Hans Quest) präsent.
Mit großer Sorgfalt ist Schamoni ans Werk gegangen. Die Zusammenarbeit mit der DEFA ermöglichte es, an Originalschauplätzen zu drehen. Das 1985 in der DDR erschienene Buch "Caspar David Friedrich - Unbekannte Dokumente seines Lebens" von Karl-Ludwig Hoch lieferte den Filmemachern viel neues Material. Dokumentaraufnahmen des Brandes des Münchner Glaspalastes von 1931, der wichtige Friedrich-Werke vernichtete, sind in den Film integriert. Nach erhaltenen Schwarzweißphotos wurden diese verlorenen Bilder für den Film eigens farbig und in Originalgröße rekonstruiert. So ist Caspar David Friedrich ein Film geworden, der für alle interessant ist, die sich der Arbeit des Künstlers nähern wollen.

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