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Max Ernst arbeitet am Grafikwerk "Maximiliana"

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MAX ERNST
Die widerrechtliche Ausübung der Astronomie
Ein Film über Ernst Wilhelm Leberecht Tempel
*1821 +1889
1966 - 12 min
REGIE: Peter Schamoni
BUCH: Max Ernst / Peter Schamoni
SPRECHER UND KOMMENTAR: Max Ernst
KAMERA: Petrus Schloemp / Peter Rosenwanger
MUSIK: Hans Posegga
PRODUKTION: Peter Schamoni Film
Deutscher Filmpreis 1967
Hauptpreis in Oberhausen 1967
Prädikat: besonders wertvoll
Pressezitat
FBW-Begründung Karl Korn
Es kann als ein Glücksfall bezeichnet werden,
daß Max Ernst als Interpret des Astronomen und Lithographen
E.W.L. Tempel (1821-1889) sich selbst und sein grafisches Werk "Maximiliana"
interpretiert. Der persönliche Auftritt des Künstlers
im Film ist so souverän und aus der Souveränität
des reifen Künstlers heraus improvisiert, daß der Film
von daher sowohl seine Fülle als seine Eleganz und Leichtigkeit
der Form hat. Das Alternieren der beiden Themen Tempel und des Oeuvres
von Max Ernst wird in gleitenden Übergängen dramaturgisch
hervorragend gemeistert. Das Gleiche gilt von den Einblendungen
von Realszenen, von den Sequenzen des persönlichen Auftretens
Max Ernsts im Atelier oder in den Gassen der kleinen provenzalischen
Stadt Seillans. Am Ende des Films fällt der Ausgriff in das
größere Werk von Max Ernst auf. Diese Erweiterung des
Themas ist insofern künstlerisch gerechtfertigt, als Max Ernst
eine kulturkritische Position formuliert: Der Gewinn technischer
Instrumente habe den Verlust künstlerischer Sehfähigkeit
zur Folge.
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